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Einführung ins Sammelgebiet

Von der Kapitalanlage zum Sammelgebiet

oder

von der Börse in die Alben der Sammler

„Wertpapiere“ sind „Papiere mit Wert“, die immer Freude bereiten

An den Börsen werden sie längst nicht mehr gehandelt, doch ihr heutiger Sammlerwert liegt oft weit über dem einst erreichten Kurswert. Auf sie trifft der Ausspruch verzweifelter Geldanleger „Die sind nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind“ nicht zu. Die Rede ist von alten Aktien und Anleihen sowie anderen Formen der Kapitalbeschaffung, die heute unter dem Begriff „Historische Wertpapiere“ zusammengefasst werden und deren Wert sich heute nicht mehr an ihrer Rendite misst, sondern an der Originalität dieser Dokumente. Manche nennen das Sammelgebiet „Scripophilie“ – ein Kunstwort, das Bezug nimmt auf „Schreiben“ und „Sammeln“, das sich aber nicht so recht durchsetzen konnte. Doch ob nun Sammler Historischer Wertpapiere oder Scripophilist - Liebhaber dieser originalen Dokumente der Wirtschaftsgeschichte streben eine doppelte Freude an: Freude am Sammeln und Freude an Wertsteigerungen, die allerdings ein informiertes Vorgehen beim Aufbau einer Sammlung voraussetzen.                            

Gemessen am weltweiten Heer der Briefmarkensammler, das geschätzte 80 Millionen Köpfe stark ist, nimmt sich die Zahl der Liebhaber Historischer Wertpapiere mit einigen zehntausend Sammlern zwar bescheiden aus, doch liegt es in der Natur der Sache, dass die Zahl der Dokumente kleiner sein muss als Briefmarken, Münzen und Geldscheine. Aus dieser Tatsache leitet sich aber auch eine gewisse Exklusivität des Sammelgebietes ab, das einige Kenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge voraussetzt. Schliesslich sieht heute im Zeitalter der stückelosen Wertpapiere niemand mehr eine gedruckte Aktie, während jeder sein Geld im Portemonnaie findet und regelmäßig Briefmarken auf Briefe klebt.

Der Sammler als der wohl vielseitigste „Privataktionär“ der Welt (denn wer hat schon so viele gültige Aktien in seinem Depot) wehrt sich vehement gegen die im Volksmund, aber auch bei Banken geläufige Bezeichnung „Nonvaleur“ (d.h. ohne Wert) für seine Lieblingsstücke: „Es ist doch schizophren, bei diesen Historischen Aktien und Obligationen von wertvollen Nonvaleurs zu sprechen.“ In der Tat: Auch eine klassische Briefmarke ist ein Nonvaleur, weil sie an sich keinen Wert mehr verkörpert. Sie ist – ob mit oder ohne Stempel – längst ausser Kurs gesetzt worden und hat somit jeden Anspruch auf eine postalische Dienstleistung eingebüsst.

Aktien gibt es seit bald 400 Jahren

Die Geschichte der Wertpapiere reicht viel weiter zurück als die der Briefmarken. Als erste Aktiengesellschaften gelten die um 1600 von englischen Kaufleuten gegründete Ostindiengesellschaft und ihr 1602 gegründetes holländisches Pendant, die „Vereinigte Ostindische Compagnie“. Von letzterer stammt auch die älteste heute noch erhaltene Aktie – zu bestaunen in der Amsterdamer Börse. Diese holländische Gesellschaft bezahlte ihre Dividenden unter anderem auch in Form von Pfeffersäcken aus dem Fernen Osten und so erklärt sich die frühere Bezeichnung von „Pfeffersäcken“ für wohlhabende Aktionäre.   

Mannigfache Bezugspunkte

Die Faszination Historischer Wertpapiere speist sich dabei aus vielen Quellen. In wohl keinem anderen Sammelgebiet kann der Sammler seiner Phantasie einen freieren Lauf lassen, sind doch mit diesen alten Aktien und Anleihen der Aufstieg der Industrie, Hochs und Tiefs der Börsen und damit der Wirtschaftsgeschichte, gigantische Wirtschaftskollapse, Skandale, Tragödien und Intrigen eng verknüpft. Fuss fassten die Wertpapiere zuerst bei den Handelsfirmen in den Niederlanden, in Belgien, Grossbritannien, Spanien und Portugal, ehe um 1830/1840 in Europa die Industrialisierung einsetzte und das nordamerikanische Eisenbahnnetz entstand. Weltweit besonders hoch in der Gunst der Liebhaber stehen denn auch die vorwiegende überdurchschnittlich dekorativen Papiere amerikanischer Eisenbahngesellschaften, mit deren Gestaltung vor rund hundert Jahren in den USA die besten Stahl- und Kupferstecher betraut wurden. Eine Blütezeit erlebte die Wertpapierkunst in Europa um die Jahrhundertwende, als der Jugendstil zunehmend die Gestaltung vor allem in Frankreich und Belgien bestimmte.   

Anblick als Dividende

„Fast für jede Sammlernatur lässt sich irgendeine Beziehung zu diesen alten Wertpapieren feststellen“, findet der erfolgreiche Händler und Auktionator Thierry Stäuble in Arlesheim. Stäuble versteht es, mit seinen Verkaufsargumenten die unterschiedlichsten Arten der Sammelleidenschaft anzusprechen, auch wenn er betont, dass die Freude an diesem vielfältigen Gebiet unbedingt im Vordergrund stehen sollte. Die Dividende dieser wertlosen und doch so kostbaren Altpapiere hängt dann nämlich in Form eines schönen Blickfangs an der Wand. Wenn dann noch Wertsteigerungen hinzu kommen, ist die Freude oft doppelt groß. Diese zweite Dividende wird von echten Sammlern aber nur selten eingelöst; denn sie setzt die Trennung von liebgewonnenen Titeln voraus – und wer trennt sich schon gerne von dem, was er liebt!

Autographen sind äusserst chancenreich

Wenn wir den pekuniären Aspekt berücksichtigen, dann spricht vieles dafür, dass die Zukunft der Historischen Wertpapiere erst so richtig begonnen hat. Da diese Dokumente Zeugen einer aufregenden Wirtschaftsgeschichte mit viel Pioniergeist und mutigem Unternehmertum sind, verbergen sich dahinter oft die Schicksale berühmter Pioniere. Schuhputzer und Tellerwäscher arbeiteten sich beharrlich zu den reichsten Männern der Welt empor, während Könige zu Bettlern wurden. Ab und zu tauchen auf solchen Papieren die schwungvollen Original- Unterschriften von solch berühmten Pionieren wie Edison, Ford, Rockefeller, Rothschild und Vanderbilt auf, aber auch von Persönlichkeiten wie Mannesmann, Siemens oder Schweizer Wirtschaftspioniere wie Niklaus Riggenbach, Geigy-Merian und Schmidheiny - Männer also, die unsere heutige Gesellschaft stark mitgeprägt haben und zur Legende geworden sind. Allen originalen Dokumenten ist jedoch eines gemeinsam: Es gibt sie nur in begrenzter Stückzahl bis hin zu Unikaten und sie sind niemals mehr vermehrbar.

Wer Autographen nicht so spannend findet, der kann sich zum Beispiel für die dekorative Graphik begeistern. Die alten Wertpapiere werden von Stilrichtungen wie Barock (1600-1730), Rokoko (1730-1760), Klassizismus (1750-1830) und Jugendstil (1890-1920) geprägt und sind oft zu vergleichen mit alten Stichen von so berühmten Meistern wie Merian und Bleuler, wobei ihnen edle Druckverfahren den Stempel aufdrücken. Vor allem die alten spanischen Aktien sind aufgrund der Meisterleistungen ihrer damaligen Kupfer- und Stahlstecher sowie der Lithographen sehr gefragt und dementsprechend wertvoll.

  

 

Der Markt hat seine Grenzen

Bis vor kurzem wurden Historische Wertpapiere nur von einigen wenigen, darauf spezialisierten Händlern an den Mann und nur relativ selten an die Frau gebracht, die eher den Gatten mit diesem Geschenk überraschte. Banken, die sich mit „normalen“ Aktien und Obligationen befassen, hielten sich aus diesem Geschäft heraus. Aus einem Sammelgebiet für Spezialisten hat sich innerhalb weniger Jahre ein funktionsfähiger, segmentierter Markt entwickelt, der auf immer breitere Bevölkerungsschichten seine Faszination ausübt. Inzwischen wurde in der Schweiz ein eigenes Museum für Historische Wertpapiere gegründet.

Thierry Stäuble, seit mehr als zwanzig Jahren als Sammler, Händler und Auktionator den Historischen Wertpapieren verbunden, beschreibt die aktuelle Situation so: „ Es wäre verfehlt, von einem Sammlerboom zu sprechen, es ist jedoch eine kontinuierlich steigenden Nachfrage festzustellen. Da weniger Material vorhanden ist als beispielsweise bei den Briefmarken, wird der Markt wohl seine Grenzen haben und die Zahl der Sammler auf ein gewisses Niveau beschränkt bleiben. Dies wiederum bedeutet aber, dass die Raritäten ihre Preissteigerungen fortsetzen werden.“                                                

Wachsende Markttransparenz 

Trotz einiger Feierabendhändler ist der Markt der Historischen Wertpapiere sowohl für die Anbieter als auch für die Kaufinteressenten – nicht zuletzt auf Grund der immer zahlreicher werdenden Wertpapier-Auktionen von renommierten Auktionshäusern in Europa und in den USA – recht transparent geworden. In der Bundesrepublik Deutschland dürfte sich der jährliche Gesamtumsatz mit Historischen Wertpapieren bei steigenden Zuwachsraten der Marke von zehn Millionen Euro nähern.

Schon jetzt bereitet den professionellen Anbietern der Nachschub am meisten Sorgen; denn das Angebot an hochwertigem Material ist in Europa und den USA schon fast ausgetrocknet. Obwohl wir laufend inserieren, wird von Privatpersonen nur noch selten Spitzenmaterial angeboten. Leute, die eher zufällig im Besitz von alten Aktien sind, erkundigen sich höchstens nach deren Wert. Bei den meisten europäischen Banken werden alte Wertpapiere vernichtet, weil der Weiterverkauf untersagt ist. Regelmässige Besuche der Spezialauktionen zeigen, dass exklusives Material recht selten ist und immer mehr durchschnittliche Ware angeboten wird. Es ist also die richtige Zeit, sich die gewünschten Liebhaberstücke jetzt zu sichern. Dabei will die HIWEPA mit ihren Offerten helfen.   

Was spricht für das Sammeln von Historischen Wertpapieren

Einige Argumente für das Sammeln Historischer Wertpapiere

 

Geringes Fälschungsrisiko auf Grund der hochwertigen Druckverfahren, der getroffenen Vorsichtsmassnahmen und verschiedener Bankvermerke auf den Dokumenten.

 

Bei jeder ausgegebenen alten Aktie, Obligation oder Schuldverschreibung handelt es sich um ein Unikat mit einer eigenen Nummer. Jedes Stück unterscheidet sich also auf Grund der eigenen Nummer von jedem anderen Exponat. 

 

  

Unter langfristigem Aspekt gelten Historische Wertpapiere (beispielsweise alte Aktien von Banken und Handelsgesellschaften aus dem 18. und 19. Jahrhundert) genau wie die etablierten Sammelgebiete (Kunst, Antiquitäten, Briefmarken, Münzen usw.) als ein Pfeiler einer geschickten Sachwertanlage. Einer stark steigenden Nachfrage steht ein ebenso rasch abflauendes Angebot an qualitativ erstklassiger Ware gegenüber. Für Raritäten haben sich die Preise in wenigen Jahren vervielfacht. 

Alte Wertpapiere eignen sich nicht zuletzt zur Ergänzung von Länder-, Motiv- oder Heimatsammlungen von Briefmarken-, Münz- und Geldscheinsammlern.    

Im Gegensatz zu einer Briefmarke, die in der Regel in einem Album untergebracht ist, sind Historische Wertpapiere, die stets ein Stück Finanz- und Wirtschaftsgeschichte verkörpern, ein dekorativer Wandschmuck.

Aktien waren einst nur für gut betuchte Leute bestimmt. Durchschnittsverdiener können heute noch zu erschwinglichen Preisen in dieses neue Sammelgebiet einsteigen. Von wenigen Franken bis zu 50.000 Franken gibt es Wertpapiere für jeden Geldbeutel. Für 500 Franken sind schon auserlesene Dokumente zu erwerben.

Darauf sollten Sie achten:

Das Sammelgebiet der Historischen Wertpapiere ist noch jung und birgt somit auch gewisse Gefahren in sich. Da der Markt erst seit ungefähr fünfundzwanzig Jahren systematisch bearbeitet wird, kann nicht ausgeschlossen werden, dass noch verschiedene Stücke aus Privat- oder Bankbesitz auftauchen, deren Verfügbarkeit gegenwärtig als gering eingestuft wird. Die Zahl der Wertpapiere, die vernichtet worden sind, lässt sich nicht immer genau feststellen. Fachleute schätzen aber, dass von der ursprünglichen Auflage eines Papiers in der Regel höchstens noch 30 Prozent vorhanden sind. Viele Wertpapiere wurden seinerzeit aus Ärger über den Zusammenbruch einer Aktiengesellschaft vernichtet.

Bei bedrucktem Papier – das gilt auch für alte Stiche – sollte man nicht allein vom materiellen Wert ausgehen. Wichtiger ist der ideelle Wert. Jeder Sammler sollte sich demzufolge überlegen, wie viel Geld ihm ein bestimmtes Stück wert ist. Der visuelle Kontakt zu einem Sammelobjekt wie einem Historischem Wertpapier, das ja nicht für die Lagerung in einem dunklen Banksafe bestimmt ist, sollte beim Erwerb eines solchen Dokuments ausschlaggebend sein. Die Preissteigerung der alten Wertpapiere darf zwar ein willkommener Nebeneffekt sein, soll aber nicht zum Selbstzweck werden; denn deren Realisation setzt zwangsläufig die Trennung voraus.                                                                   

Ein Historisches Wertpapier ist um ein Vielfaches grösser als eine Briefmarke. Höchstens für eine besonders kostbare Sammlung empfiehlt sich die Aufbewahrung in einer dekorativen Samt- oder Lederschatulle. Ansonsten gehören diese Exponate in einem sorgfältig verarbeiteten Rahmen an die Wand. Da die Auswahl gross ist, lautet die Devise: „Lieber nur einige wenige, dafür aber seltene und dekorative Stücke“.

Jeder Sammler sollte sich beim Aufbau einer Sammlung auf ein scharf abgegrenztes Interessengebiet konzentrieren.

 

Der materielle Wert eines Historischen Wertpapiers ist einerseits vom kulturellen und andererseits vom künstlerischen Aussagewert abhängig. Ein „ideales Historisches Wertpapier“ könnte vereinfacht ungefähr folgendermassen umrissen werden:

-         so alt und so dekorativ wie möglich,

-         niedrige Auflage und geringe Verfügbarkeit,

-         hoher Bekanntheitsgrad und/oder grosse Vergangenheit einer Firma,

-         berühmte Originalunterschrift (Beispiele: Edison, Rockefeller, Vanderbilt, Wells & Fargo, Mannesmann, Siemens, Riggenbach, Geigy -   Merian, Schmidheiny etc.)

-         trotz hohen Alters möglichst optimaler Zustand.

   
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